Als ich vor ein paar Jahren meinen ersten Spanischkurs buchte, war die schwierigste Entscheidung - nach der Wahl des Reiseziels - die Antwort auf die Frage: "Wie viele Stunden soll ich eigentlich lernen?"

Es ist eine Frage, die wir von fast jedem Student hören. Nachdem ich selbst beide Kursarten absolviert habe (und Hunderte davon für unsere Kunden gebucht habe), kann ich dich durch den Entscheidungsprozess führen.

Die erste Regel: Mehr ist nicht immer gleich besser

Man denkt meistens, dass man in einem Kurs mit 30 Lektionen automatisch 50% mehr Spanisch im Kopf behält als in einem 20er-Kurs. Schön wär’s!

Klar, du verbringst mehr Zeit mit der Sprache, aber dein Gehirn lernt nicht einfach streng nach Plan. Wie schnell du wirklich vorankommst, hängt viel mehr von deiner Tagesform, deinem Einsatz und wie viel Vorwissen du schon im Gepäck hast ab.

Wie die Kurse ablaufen

Damit du ein Gefühl für den Vibe bekommst, schauen wir uns mal einen typischen Tag an:

Der Klassiker: “Intensiv 20”

Zeitplan: Meistens von ca. 09:00 bis 13:00 Uhr (4 Unterrichtsstunden).

Inhalt: Hier wird alles Wichtige beackert: Hören, Lesen, Schreiben und natürlich ganz viel Sprechen.

Nach dem Unterricht: Pünktlich zum Mittagessen bist du fertig! Danach gehört der Tag dir. Ab an den Strand, die Stadt unsicher machen oder eine echte spanische Siesta halten. Ein paar Hausaufgaben gibt’s meistens auch, damit das Gelernte auch wirklich sitzt.

Der "Intensiv 30" (Das Power-Paket)

Zeitplan: ca. 09:00 bis 13:00 Uhr und nach der Pause nochmal von ca. 14:30 bis 16:30 Uhr (insgesamt 6 Lektionen).

Inhalt: Vormittags sitzt du mit den Intensiv-20-Leuten zusammen. Der echte Marathon beginnt nach der Mittagspause, wenn du für zwei weitere Stunden zurück in die Schule gehst.

Fokus: Oft sind das Nachmittags-Specials wie Wirtschaftsspanisch oder Prüfungsvorbereitung. Im Standardkurs geht es nachmittags aber meistens rein ums Reden.

Die Realität: Dass nachmittags meistens "nur" geredet wird, hat einen simplen Grund: Nach vier Stunden Power-Lernen am Vormittag ist dein Kopf meistens schon ziemlich "gegrillt" (aber auf die gute Art!). Für schwere Grammatik reicht die Energie dann oft nicht mehr, deshalb nutzt man die Zeit lieber für lockere Konversation.

Der Haken: Da du erst um 16:00 Uhr rauskommst, bleibt deutlich weniger Zeit für Sightseeing oder um einfach mal abzuschalten.

Was lohnt sich mehr? Meine ehrliche Meinung

Den einen "perfekten" Kurs gibt es nicht, aber nach all den Jahren und dem Feedback unserer Studenten kann ich dir sagen:

Der Intensiv 20: Der absolute Favorit

Über 90% unserer Stundenten entscheiden sich dafür – und ich empfehle ihn auch fast immer. Es ist die perfekte Mischung für einen "Lernurlaub". Du machst riesige Fortschritte, hast aber noch genug Saft im Tank, um Spanien auch wirklich zu erleben und dein neues Spanisch direkt abends in der Tapas-Bar zu testen.

Der Intensiv 30: Das Bootcamp

Das ist die richtige Wahl, wenn du es eilig hast. Zum Beispiel, wenn du Spanisch für den Job brauchst oder nur eine Woche Zeit hast und wirklich alles rausholen willst.

Wichtig für den Job: Wenn du Bildungsurlaub machen willst, ist das meistens dein Kurs. Die meisten Bundesländer verlangen nämlich genau diese 30 Stunden pro Woche für die Anerkennung.

Meine Erfahrung: Ganz ehrlich? Ich fand’s hart. Nachmittags noch voll konzentriert zu bleiben, ist echt eine Herausforderung. Ich war abends oft so platt, dass ich einige coole Abende mit den anderen verpasst habe.

Mein Rat: Zieh das maximal zwei Wochen durch. Wenn du länger bleibst, schalte ab der dritten Woche lieber einen Gang runter auf den Intensiv 20. Upgraden geht bei uns sowieso immer!

Der Geheimtipp: Der "20 + 5"

Es gibt noch eine Option, die viele gar nicht auf dem Schirm haben: Den Intensiv 20 plus 5 Privatstunden (also eine Stunde Einzelunterricht pro Tag).

Für mich ist das oft der absolute Gamechanger.

Warum? Du hast den Spaß in der Gruppe am Vormittag und danach eine Stunde, in der es nur um DICH geht.

Vorteil: Hast du den Subjuntivo am Morgen nicht kapiert? In deiner Privatstunde kannst du ihn in Ruhe nochmal durchgehen. Oder du quatschst eine Stunde lang nur über dein Lieblingsthema. Das pusht das Selbstvertrauen enorm, ohne dass du dich völlig verausgabst.

Kurz & knackig im Vergleich

Merkmal Intensiv 20 Intensiv 30 Intensiv 20 + 5 Privat
Lektionen pro Tag 4 6 5 (4 Gruppe, 1 Privat)
Anstrengung Entspannt Ordentlich! Mittel
Freizeit Viel (Der Nachmittag gehört dir!) Wenig (Eher für Kurztrips) Gute Mischung
Perfekt für... 90% der Leute; Echter Lernurlaub Dringende Ziele; Kurze Power-Wochen Gezielte Hilfe; Prüfungsvorbereitung

Noch unschlüssig? Mein Profi-Tipp:

Wenn du dir unsicher bist: Buch erst mal den Intensiv 20.

Vor Ort in der Schule noch Stunden dazuzubuchen, ist fast immer machbar. Wenn du nach der ersten Woche merkst, dass du noch voll Energie steckst, kannst du ganz einfach aufstocken. Umgekehrt ist es schwieriger: Wenn du den 30er-Kurs schon bezahlt hast, ihn aber dann schwänzt, gibt’s meistens kein Geld zurück.

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Pedro

Lerne Pedro kennen: Mitbegründer von Estudia España Bei Estudia España ist es unsere Leidenschaft, Menschen dabei zu helfen, sich mit der spanischen...
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