Teneriffa ist vielleicht nicht deine erste Wahl für eine Sprachreise. Die Insel hat jedoch viel mehr zu bieten als Betonburgen und Partys. Besonders im Winter kann es der perfekte Ort sein, um der bitteren nordeuropäischen Kälte zu entfliehen und etwas Wintersonne zu tanken.

Tatsächlich sind es, während ich dies schreibe, angenehme 21°C in Puerto de la Cruz, während in Madrid Schnee vorhergesagt ist.

Aber um den Touristenmassen auszuweichen und echte spanische Muttersprachler zum Üben zu finden, haben wir einige Tipps zusammengestellt, die deinen Sprachurlaub unvergesslich machen!

Nord vs. Süd Teneriffa

Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln und Heimat des beeindruckenden Teide – Spaniens höchstem Punkt und ein aktiver Vulkan. Die Insel wird von zwei Flughäfen bedient, einem im Norden und einem im Süden.

Der Süden der Insel, insbesondere die Gegend um Playa de las Américas, ist der Ort, an den die meisten Pauschaltouristen strömen. Hier findest du die typischen touristischen Annehmlichkeiten: komplettes englisches Frühstück, Speisekarten mit Bildern und Partys, die bis in die frühen Morgenstunden dauern. Es ist toll für die Bräune, aber nicht ideal für das Eintauchen in die Sprache.

Im Gegensatz dazu fühlt sich der Norden – speziell Puerto de la Cruz, wo sich unsere Partnerschule befindet – wie eine andere Welt an. Während die offizielle Hauptstadt (Santa Cruz) in der Nähe ist, ist Puerto de la Cruz das historische Herz des Nordens. Es ist grüner, authentischer und vor allem sehr spanischsprachig.

Was dich in Puerto de la Cruz erwartet

Wenn du hier einen Kurs wählst, tauschst du Hochhäuser gegen koloniale Architektur und belaubte Plätze.

Puerto de la Cruz ist eine funktionierende Stadt, in der die Kanarier tatsächlich leben. Das bedeutet, wenn du auf der Plaza del Charco einen Kaffee bestellst, wirst du von Einheimischen umgeben sein, die über die Nachrichten diskutieren, und nicht nur von Touristen, die auf Stadtpläne starren.

  • Die Strände: Vergiss den importierten goldenen Sand des Südens; hier bestehen die Strände (wie Playa Jardín) aus markantem schwarzen Vulkansand.
  • Die Architektur: Die Altstadt ist voll von traditionellen kanarischen Holzbalkonen und bunten Fassaden, die Jahrhunderte zurückreichen.

Das "Guachinche"-Erlebnis

Wenn du auf Teneriffa lernst, musst du unbedingt eine "Guachinche" besuchen. Dies ist der ultimative Geheimtipp für jeden – auch für diejenigen mit Studentenbudget.

Eine Guachinche ist ein provisorisches, traditionelles Restaurant, das hauptsächlich im Norden der Insel zu finden ist. Sie befinden sich oft in einer Garage oder auf dem Innenhof eines Einheimischen, manchmal sogar in einer Höhle. Sie entstanden, als lokale Winzer ihren überschüssigen Wein verkaufen wollten und begannen, einfaches, hausgemachtes Essen dazu zu servieren.

  • Was man isst: Du wirst keine gedruckte Speisekarte finden. Du isst, was an diesem Tag gekocht wurde: meist gegrilltes Fleisch, reichhaltige Eintöpfe und die berühmten Papas Arrugadas (runzlige Kartoffeln mit scharfer Mojo-Sauce).
  • Der Preis: Oft kannst du eine riesige Mahlzeit mit Wein für unter 15 € essen. Es ist authentisch, chaotisch und köstlich.

Natur jenseits des Vulkans

Während jeder den Teide besucht (was du absolut tun solltest), bietet der Norden eine grünere Alternative: den Landschaftspark Anaga. Nur einen kurzen Ausflug von der Schule entfernt, fühlt sich dieser alte Lorbeerwald an wie Jurassic Park. Er bietet einige der besten Wanderwege Spaniens, die dich durch die Wolken und hinunter zu abgelegenen Stränden führen, die du oft ganz für dich allein hast.

Eine Anmerkung zu den "Mikroklimata" (und dem Regen)

Wir legen Wert auf Transparenz, also seien wir ehrlich über das Wetter: Teneriffa hat ausgeprägte "Mikroklimata", und das ist der Hauptgrund, warum sich die Massentourismusindustrie auf den Süden konzentriert.

Der Süden ist im Grunde eine Wüste. Er ist braun, trocken und garantiert fast 365 Tage im Jahr Sonnenschein.

Der Norden hingegen ist ein üppiger, subtropischer Garten. Und damit diese Palmen und Bananenplantagen grün bleiben, muss es manchmal regnen.

  • Die Realität: Du könntest in Puerto de la Cruz einige Schauer erleben, besonders im Winter.
  • Der Kompromiss: Der Regen ist meist nur von kurzer Dauer und zieht schnell vorbei. Außerdem ist er verantwortlich für die unglaublich saubere Luft und die atemberaubenden grünen Landschaften, die man im trockenen Süden einfach nicht bekommt.
  • Der "Panza de Burro": Du wirst auch dem lokalen Phänomen begegnen, das als Panza de Burro (Eselsbauch) bekannt ist – eine Wolkendecke, die oft über dem Tal hängt. Dies hält die Temperatur angenehm (meist 20–22°C) statt brütend heiß, was es perfekt zum Wandern und Lernen macht, auch wenn es nicht immer Badewetter ist.

Zusammenfassung

Wenn du 100% Sonne und englische Pubs willst, geh in den Süden. Aber wenn du Spanisch lernen, unglaubliches Essen zum halben Preis essen und eine Inselkultur erleben willst, die sich wie eine Brücke zwischen Spanien und Lateinamerika anfühlt, ist Puerto de la Cruz im Norden der richtige Ort.

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Pedro

Lerne Pedro kennen: Mitbegründer von Estudia España Bei Estudia España ist es unsere Leidenschaft, Menschen dabei zu helfen, sich mit der spanischen...
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